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Tonhain Tonstudio
Projektbeschreibung
Mit Tonhain entstand in Berlin ein außergewöhnlicher Ort, der professionelle Musikproduktion, Kammermusikkonzerte und experimentelle Veranstaltungsformate unter einem Dach vereint. Wo einst die historischen „Thorwaldsen-Lichtspiele“ Filme zeigten und später ein sakraler Raum untergebracht war, befindet sich heute ein hochmodernes Recording-Studio mit Konzertsaal für bis zu 99 Besucher. Ein Raum, der sowohl den höchsten akustischen Anforderungen professioneller Tonaufnahmen als auch den atmosphärischen Ansprüchen eines Konzertsaals gerecht wird. Zentral ist die markante Akustikdecke mit ihrer organischen Formensprache. Ein abgesenkter „See“, eingerahmt von zwei „Bergen“, bildet nicht nur das akustische Herzstück des Studios, sondern wird zugleich zum identitätsstiftenden Gestaltungselement. Licht, Architektur und Akustik wurden dabei von Beginn an als untrennbare Einheit gedacht.
Einleitung
Die Herausforderung
Tonhain vereint unterschiedlichste Nutzungen innerhalb eines einzigen Raumes. Kammermusikkonzerte, professionelle Audioaufnahmen, Proben, Masterclasses und multimediale Formate stellen jeweils eigene Anforderungen an die Beleuchtung. Da es keine fest definierte Bühnenposition gibt, musste ein Lichtsystem entwickelt werden, das unterschiedlichste Szenarien flexibel unterstützt und sich jeder Raumsituation anpassen kann. Gleichzeitig sollte die Lichttechnik möglichst unsichtbar bleiben. Das Licht sollte die außergewöhnliche Deckengeometrie und die räumliche Tiefe unterstützen, ohne den klaren architektonischen Ausdruck zu beeinträchtigen. Architektur, Akustik und Beleuchtung wurden deshalb bereits während der Planungsphase gemeinsam entwickelt und anhand eines 1:1-Mock-ups überprüft, um Lichtwirkung und Raumqualität optimal aufeinander abzustimmen.
Impressionen
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Die Lösung
Das Beleuchtungskonzept von Studio De Schutter setzt auf maximale Flexibilität bei minimaler visueller Präsenz. Motoriesierte ROBORADAR Leuchen wurden präzise in die Architektur integriert und ermöglichen unterschiedlichste Beleuchtungsszenarien, ohne den Raum mit klassischer Bühnentechnik zu überladen. Die Beleuchtung folgt konsequent der organischen Form der Akustikdecke. Indirekte Lichtlinien betonen deren fließende Geometrie und verleihen dem Raum eine visuelle Identität. Gleichzeitig setzen präzise gerichtete Lichtpunkte Musiker und Instrumente gezielt in Szene und schaffen optimale Bedingungen sowohl für Konzertaufführungen als auch für hochwertige Audio- und Videoaufnahmen im nahtlosen Wechsel. Licht wird dabei nicht als zusätzliches Gestaltungselement verstanden, sondern als integraler Bestandteil der die Architektur visuell ergänzt. Auch Nachhaltigkeit spielte bei der Planung eine wesentliche Rolle. Energieeffiziente Lichttechnik, austauschbare Komponenten und die hohe Flexibilität des Systems ermöglichen eine langfristige Nutzung ohne bauliche Anpassungen. Das Ergebnis ist ein Lichtkonzept, das weit über die funktionale Beleuchtung eines Tonstudios hinausgeht. Durch die enge Verzahnung von Architektur, Akustik und Licht entsteht ein unverwechselbarer Raum mit hoher gestalterischer Qualität, der Musik nicht nur hörbar, sondern auch erlebbar macht.
