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Mutterhauskirche
Projektbeschreibung
Sakrale Architektur mit präziser Lichttechnik neu interpretiert. Mit der umfassenden Sanierung der Mutterhauskirche auf dem Gelände der Erlöserschwestern in Würzburg entstand ein Ort, der historische Sakralarchitektur mit zeitgemäßer Lichtgestaltung verbindet. Die Kirche wurde grundlegend neu konzipiert und auf ihre wesentlichen architektonischen und liturgischen Elemente reduziert. Ein zentral angeordneter Altar sowie rund 1.500 Kreuze zum Gedenken an die verstorbenen Schwestern prägen heute den Innenraum und verleihen ihm eine einzigartige Atmosphäre. Gleichzeitig wurde die Kirche erstmals auch für die Öffentlichkeit geöffnet und dient heute sowohl auch Gottesdiensten und kulturellen Veranstaltungen. Das architektonische Konzept setzt bewusst auf Minimalismus. Schmuckelemente wurden weitgehend entfernt, sodass die klaren weißen Wandflächen, Rundbögen und Säulen den Raum bestimmen. Diese zurückhaltende Gestaltung bildet die ideale Grundlage für ein Lichtkonzept, das die Architektur nicht überlagert, sondern ihre räumliche Tiefe und klare Gestaltung gezielt hervorhebt.
Einleitung
Die Herausforderung
Die Beleuchtung eines denkmalgeschützten Kirchenraums verlangt nach einem sensiblen Umgang mit der Bausubstanz. Sichtbare Technik sollte vermieden werden, um den sakralen Charakter des Raumes zu bewahren. Gleichzeitig mussten unterschiedlichste Nutzungsszenarien unterstützen werden – vom stillen Gebet bis hin zu Gottesdiensten und Feierlichkeiten. Nach Abschluss der Sanierung sollten spätere Eingriffe an der historischen Architektur vermieden werden. Daher musste sich die Lichtlenkung jederzeit an veränderte Anforderungen anpassen lassen, ohne Leuchten aufwendig justieren zu müssen. Gemeinsam mit dem Partnerbüro Impuls-Design entwickelte ON-Lichttechnik ein Lichtkonzept, das mithilfe eines detaillierten 3D-Modells und realistischer Renderings visualisiert wurde. So konnten Raumwirkung und verschiedene Beleuchtungsszenen bereits vor der Umsetzung präzise bewertet.
Impressionen
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Die Lösung
Im Mittelpunkt des Projekts stand die nahezu unsichtbare Integration der Lichttechnik in die bestehende Architektur. So wurden eigens entwickelte Kapitellleuchter konstruiert – Sonderanfertigungen, ausgestattet mit motorisierten ROBORADAR Leuchten. Dank ihrer motorisierten Schwenk- und Drehfunktion lassen sich diese jederzeit per Fernsteuerung neu ausrichten. Dadurch werden Skulpturen oder einzelne Raumbereiche präzise akzentuiert. Unterschiedliche Lichtstimmungen unterstützen die besondere Atmosphäre. Die Hinterleuchtung des Tabernakels wurde gemeinsam mit der Kunstschmiede Schrepfer in die Halterung der Glaswand integriert und setzt das zentrale Element in Szene. Für die Orientierung an Treppen und barrierefreien Rampen entstanden speziell angefertigte LED-Flächenleuchten, exakt abgestimmt auf die Handläufe. Die gesamte Beleuchtungsanlage ist vollständig DALI-gesteuert. Über ein intuitives Touch-Display lassen sich voreingestellte Szenen komfortabel abrufen. Darüber hinaus können individuelle Lichtszenen programmiert werden. Gemeinsam mit doitsmart.eventmanagement entstand eine benutzerfreundliche Steuerungsoberfläche, die neben der Beleuchtung auch Ton- und Medientechnik integriert und damit eine einfache Bedienung für alle Nutzer ermöglicht. Das Ergebnis ist ein Lichtkonzept, das den historischen Kirchenraum respektiert. Durch die präzise Integration der Lichttechnik bleibt die Architektur selbst im Mittelpunkt, während das Licht ihre räumlichen Qualitäten hervorhebt und den sakralen Charakter der Mutterhauskirche wirkungsvoll unterstreicht.
